Über mich und meine Arbeit

Nach vielen Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit habe ich 2015 meine Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin am IFW München abgeschlossen. Seitdem bilde ich mich kontinuierlich weiter – insbesondere in den Bereichen komplexe Familiensysteme und Trauma.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Prävention von Kontaktabbrüchen sowie der Begleitung von Familien, in denen es bereits zu Eltern‑Kind‑Entfremdung gekommen ist. Mein Anliegen ist es, Wege zu finden, wie Bindung, Vertrauen und Beziehung zwischen Eltern und Kindern wieder gestärkt oder wiederhergestellt werden können.

Gesprächstherapie allein reicht dafür oft nicht aus. Deshalb ergänze ich meinen systemischen Ansatz durch körperorientierte Methoden, insbesondere die Pesso‑Therapie, die ich in Heidelberg erlernt habe. Diese Methode ermöglicht einen tiefen, körperbasierten Zugang zur Heilung früher Verletzungen und Traumata – und fügt sich hervorragend in meine systemische Arbeitsweise ein.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht immer das Familiensystem in seiner Einzigartigkeit – mit seinen individuellen Ressourcen, Herausforderungen und Möglichkeiten zur Entwicklung. In einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung, in der Sie sich angenommen und verstanden fühlen, betrachten wir gemeinsam Ihre Anliegen und entwickeln Wege zu Klarheit, Versöhnung und Stabilität.

Ich arbeite mit systemischen und körpertherapeutischen Verfahren und ergänze diese bei Bedarf durch verhaltenstherapeutische Elemente – stets unter Berücksichtigung der besonderen Dynamiken, die bei Eltern‑Kind‑Entfremdungen auftreten. Auf diesem Gebiet bilde ich mich kontinuierlich weiter, unter anderem in Zusammenarbeit mit führenden Experten der Family Separation Clinic in London Family Separation Clinic in London sowie der internationalen Studiengruppe PASG Studiengruppe PASG.

Weitere Einblicke in meine Arbeit erhalten Sie in meinem Vortrag

Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, verleih‘ ihnen Flügel.

 

Johann Wolfgang von Goethe

Individuelle Lösungsansätze

Der Kern meines Themas ist der individuelle Lösungsansatz. Im systemischen Therapieansatz gibt es keine allgemeingültige Lösung, die formuliert wird und die jeder befolgt wie ein standardisiertes Fitnessprogram. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, andere Wünsche und andere Verletzungen in seinem bisherigen Leben erfahren. Wenn all diese Wünsche, Bedürfnisse und alten Verletzungen in einer Paarbeziehung aufeinandertreffen und zusätzlich die Bedürfnisse und Wünsche von einem oder mehreren Kindern hinzukommen, sind Unstimmigkeiten gar nichts Besonderes. Wie heißt es so treffend: „Unter jedem Dach ein Ach“. Die systemische Betrachtungsweise kennt kein „richtig“ oder „falsch“. Sie zeigt auf, wer welche Anteile an einer Situation hat. Diese Anteile werden sichtbar gemacht, und, wenn nötig, werden gemeinsam Änderungswünsche herausgearbeitet, damit das System Familie, Beziehung oder Arbeitsteam konfliktfrei weiterleben kann. Schuldzuweisungen machen dabei keinen Sinn und führen oft nur zur Eskalation.

 

Mein Ziel ist es, in jedem System individuelle Lösungen herauszuarbeiten mit denen jeder leben kann. Sie sind der Experte für Ihr System – ich kann Ihnen bei der Sichtbarmachung und Lösungsfindung helfen.

Die Situation mancher entfremdeter Mütter erinnert mich an den Klassiker von Berthold Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“. Im Streit um das Kind wird es in einen Kreidekreis gestellt und die Pflegemutter und die leibliche Mutter sollen an ihm ziehen. Da aber die wahre Mutter ihrem Kind keine Schmerzen zufügen möchte, überlässt sie das Kind der Anderen.

 

Vielleicht denken Sie auch: „Wenn mein Kind mich nicht sehen will, dann ziehe ich mich zurück – um des Kindes Frieden Willen“. Jedoch zeigen alle Erfahrungen: Ziehen Sie sich nicht zurück ! Wir können Wege finden, einen gesunden und passenden Kontakt zu Ihrem Kind wieder herzustellen.

Über Coco

Coco ist eine sehr freundliche Lagotto Romagnolo Hündin. Ursprünglich hatten wir sie als medizinische Assistenzhündin zum Anzeigen von Hypoglykämien (Unterzuckerungen) ausgebildet. Da sie in der Ausbildung lernte, bei allen Unternehmungen dabei zu sein, zeigte sich noch eine weitere Fähigkeit. Insbesondere in der ersten Stunde, in der die Anspannung aller Beteiligten doch öfters ausgeprägt ist, hat sie sich als hervorragender „Eisbrecher“ bewiesen und alle Beteiligten sehr schnell entspannt.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.